Braune Kuchen {Zuckerrübensirup / Nelken / Zimt / Kardamom}

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Jede Familie hat oftmals ihre eigenen, ganz besonderen Rezepte. Sie werden meist auf vergilbten und schon vollkommen abgegriffenen Zetteln oder in Büchern aufbewahrt, die bei zu festen Berührungen auseinanderzufallen drohen. Genauso ein Rezept stelle ich euch heute vor. Es ist von meiner Großmutter und allein der Anblick ihrer Schrift macht das Backen zu einem ganz besonderen Ereignis.

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Die Braunen Kuchen sind kleine ovale Plätzchen, an denen man sich gut und gerne die Zähne ausbeißen kann. Der Liebste ist ob der etwas trocken wirkenden Erscheinung beim ersten Testen wenig angetan, aber für mich schmecken sie einfach nur nach Weihnachten und Heimat. Das Kuchenkind liebt zudem das knackende Geräusch, das sie beim Abbeißen und Kauen erzeugen. Unter dem Strich sind also (weitgehend) alle glücklich mit diesem wunderbaren Gebäck.

Zutaten

  • 125g Zuckerrübensirup (z.B. Goldsaft von Grafschafter)
  • 125g brauner Zucker
  • 125g Butter
  • 375g Mehl
  • 1/2 Tl Nelken (gemahlen)
  • 1/2 Tl Zimt (gemahlen)
  • 1/2 Tl Kardamom (gemahlen)
  • 1/2 Tl abgeriebene Schale von einer Zitrone
  • 1 Tl Natron
  • evtl. halbierte blanchierte Mandeln

Zubereitung

Sirup, Zucker und Butter in einem Topf auf kleiner Flamme auflösen. Die Mischung solange erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, dabei nicht kochen. Etwas abkühlen lassen und die Gewürze sowie die Zitronenschale und das Natron hinzu geben. Das Mehl ebenfalls untermischen und alles auf der Arbeitsfläche oder in einer Schüssel mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeiten. Den Teig portionsweise zu 4 – 5 cm großen Rollen formen, in Frischhaltefolie wickeln und anschließend im Kühlschrank ruhen lassen.

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Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Der Teig wird sehr fest und sollte vor der weiteren Verarbeitung ggf. wieder etwas erwärmt werden. Von den Teigrollen werden mit einem scharfen Messer ca. 5mm dicke Taler geschnitten. Sollte der Teig zu fest sein und bröseln, kann man die Rollen bei ca. 50°C im Backofen leicht erwärmen. Die Taler auf ein Backblech legen und mit einer halben blanchierten Mandel belegen. Alternativ können auch Mandelhobel verwendet werden. Die Plätzchen für ca. 8 - 10 Minuten backen, auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen und in einer luftdichten Dose zwischen Lagen von Pergamentpapier lagern.

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Die Braunen Kuchen lassen sich wunderbar in einen frisch gebrühten Kaffee, einen aromatischen Tee oder auch in eine heiße Schokolade stippen.

Lasst euch von den weihnachtlichen Aromen verführen und habt eine wunderbare (Plätzchen-)Zeit!

Eure Tine

Halloween-Cakepops {Schokolade / Kürbis / Fondant / Gewürze}

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Was macht man am besten mit Resten, die beim Backen eines Törtchens übriggeblieben sind? Klar, man kann sie einfach naschen oder zu einem Dessert verarbeiten (in Gläsern geschichtet zum Beispiel) - oder aber man zaubert ganz köstliche kleine Cakepops. Passend zum Herbst und zu Halloween habe ich aus den Resten, die ich von meinem Halloween-Kürbis übrig hatte, kleine gruselige Kürbis-Cakepops erschaffen – wirklich zum Fürchten!

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Es kommt eigentlich regelmäßig vor, dass etwas von der Creme oder auch von den gebackenen Böden nicht gebraucht wird und es ist einfach viel zu schade, die Reste nicht anderweitig zu verwenden. Also, habe ich hier eine wunderbare Idee für köstliche Cakepops aus Kuchenresten. Da die Böden mit der Creme vermengt werden, sind sie super saftig und fast so gut wie kleine Pralinen - versprochen!  

Zutaten

Zubereitung

Den Teig in einer Schüssel fein zerkrümeln und mit der leicht erwärmten Ganache mischen. Solange kneten, bis eine formbare Masse entsteht. Sollte die Flüssigkeit nicht ausreichen, kann man noch etwas Milch hinzugeben.

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Aus der Masse nun Kugeln formen und in jede Kugel einen Cakepop-Stiel hineindrücken. Die Cakepops im Kühlschrank fest werden lassen.

Den orangefarbenen Fondant ausrollen und kreisrund ausstechen. Ich habe dazu ein Cocktailglas verwendet, denn der Fondant muss die Cakepops vollständig umhüllen. Nun den Fondant auf die Kugeln legen und gleichmäßig andrücken. Zum Stil hin den überschüssigen Fondant mit einem Messer abschneiden und die Kugeln vollständig umschließen. Mit Modellierwerkzug an den Seiten Rillen in die Kugeln drücken, so dass eine Kürbisform entsteht. Eine kleine Menge des Fondants in schwarz einfärben und damit Augen, Mund, Nase und Stielansatz des Kürbisses formen. Alles mit ganz wenig Wasser auf die Cakepops kleben. Bis zu ihrem Verzehr sollten die kleinen Bösewichte im Kühlschrank bleiben, und etwa eine Stunde bevor sie serviert werden, aus dem Kühlschrank geholt werden.

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Auf die gleiche Art lassen sich auch alle anderen Kuchenreste verarbeiten. Alternativ zu der Hülle aus Fondant, lassen sich die Cakepops natürlich auch mit Schokolade oder bunter Glasur verzieren.

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Ich wünsche euch ein wunderschönes Halloween-Wochenende! Habt eine gruselige (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Halloween-Kürbis {Kürbis / Kakaonibs / Schokolade / Vanille / Gewürze}

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"Süßes, sonst gibt's Saures!" oder "Trick or treat"

Bei dieser Ansage bleibt einem ja gar nichts anderes übrig, als für einen ausreichend großen Süßvorrat zu sorgen, schließlich möchte ich mir nicht den Unmut kleiner Geister zuziehen. Und damit ist dann auch die Halloween-Saison in der Kuchenwelt offiziell eröffnet.

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Spätestens seit unserem Besuch in New York vor zwei Jahren sind Kürbisse ein fester Bestandteil von Halloween für uns. In diesem Jahr gibt es darum einen süßen Kürbis für euch. In leuchtendem orange sieht er nicht nur zum anbeißen aus, sondern ist es auch! Habt ihr erkannt, woraus er besteht? Unter der orangefarbenen Schale verbergen sich ein köstlicher Vanille- und Kürbisboden die mit zartbitterer Schokoladen-Ganache umhüllt werden. Die Schale besteht aus reichlich Fondant und schon ist der kleine Geselle gezaubert. Es ist gar nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht und lohnt sich wirklich! Alternativ könnt ihr aus den Zutaten natürlich auch ein "klassisches" Törtchen machen; dazu schaut ihr am besten mal hier vorbei. Den Kürbisboden solltet ihr unbedingt mal ausprobieren, spätestens nach dem ersten Bissen seid ihr im Herbst angekommen, versprochen. Also, ran an die Küchenmaschine und auf geht’s!

Zutaten für den Kürbisboden

  • 350g Mehl
  • 2Tl Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Zimt
  • je 1/2 TL Muskat, Nelken und Ingwer
  • 280g Zucker
  • 300ml Sonnenblumenöl
  • 4 Eier
  • 400g Kürbismus (ich habe einen Hokkaidokürbis in sehr wenig Wasser gedünstet und anschließend püriert)
  • 3 EL Kakaonibs

Zutaten für den Vanilleboden

  • 260g Zucker (je zur Hälfte brauner und weißer Zucker)
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 1-2 TL Vanillearoma
  • 2 TL Backpulver
  • 300g Mehl

Zutaten für die Schokoladen-Ganache

  • 400g Schokolade
  • 400g Schlagsahne

Zutaten für die Dekoration

  • 1kg Fondant
  • Lebensmittelfarben in orange, braun und grün

Zubereitung

Am Abend bevor ich den Kürbis zusammenbaue backe ich bereits die Böden und bereite die Ganache zu. Dafür den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und die Fettpfanne vom Backofen mit Backpapier auslegen und bereitstellen. Für den Kürbisboden nun in einer Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und Gewürze mischen. In der Küchenmaschine den Zucker mit den Eiern verquirlen, bis die Masse luftig und weißlich ist. Nun nach und nach das Öl hinzugeben und das nicht mehr heiße Kürbismus untermixen. Anschließend die Mehlmischung und ganz zum Schluss die Kakaonibs mit einer Gummizunge unterheben. Den fertigen Teig gleichmäßig in der vorbereiteten Fettpfanne verteilen. Nach etwa 30 Minuten Backzeit sollte der Boden fertig sein und kann mit dem Backpapier auf einem Rost abkühlen.

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Für den Vanilleboden erneut die Fettpfanne mit Backpapier auslegen. In der Küchenmaschine die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse lieber etwas länger als zu kurz rühren. Nun die Sahne hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und beides nur kurz unterrühren. Den fertigen Teig auf dem vorbereiteten Backblech glattstreichen und für ca. 20-25 Minuten backen. Den fertigen Kuchen vollständig (über Nacht) auf dem Blech auskühlen lassen.

Für die Ganache die Schokolade hacken und in einer Schüssel bereitstellen. Die Sahne in einem Topf erhitzen, bis sie gerade zu kochen beginnt. Den Topf vom Herd nehmen und die Sahne über die Schokolade geben. Alles zwei Minuten stehen lassen und anschließend Sahne und Schokolade zu einer homogenen Masse verrühren. Die Ganache über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

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Am folgenden Tag die beiden Böden auf die Arbeitsfläche legen und jeweils drei unterschiedlich große Kreise ausschneiden. Der größte Kreis sollte einen Durchmesser von ca. 15 cm haben, die beiden anderen sollten jeweils 1 - 1,5cm kleiner sein. Insgesamt habt ihr nun 6 Böden vor euch liegen, drei Kürbis- und drei Vanilleböden. Die übrigen Teigreste verarbeiten wir dann morgen zu einer weiteren Halloween-Köstlichkeit.

Nun gebe ich 2 EL der Creme in eine mikrowellenfeste Schüssel und erhitze sie für max. 10 Sekunden bei halber Wattleistung. Die Creme ist nun streichfähig und lässt sich gut auf den Böden verteilen. Mit einem der kleinen Böden beginnen, diesen mit etwas Ganache auf einem Cakeboard fixieren und mit Ganache bestreichen. Nun kommt der nächstgrößere Boden, allerdings vom anderen Teig, darauf. Die letzten beiden Arbeitsschritte wiederholen und den größten Boden, wieder vom anderen Teig darauf legen. Anschließend genauso weitermachen, diesmal vom größten zum kleinsten Boden arbeiten und die Böden jeweils mit Ganache verbinden. Die Ränder nun mit einem Messer begradigen, so dass eine runde Kürbisform entsteht. Den Kuchen rundherum mit Ganache einstreichen; dafür ggf. nochmals eine Portion der Ganache, wie oben beschrieben, verflüssigen. Sobald der Kuchen rundherum mit Ganache eingestrichen ist, die aufgetragene Ganache kurz im Kühlschrank fest werden lassen.

Nun die für einen Kürbis typischen Ausbuchtungen formen, indem man rillen in die Kugel ritzt und den Kuchen danach erneut vollständig mit Ganache einstreichen. Alle Krümel und Teigstücke, die beim Modellieren vom Kuchen entfernt wurden, in einer Schüssel aufbewahren und morgen weiterverarbeiten. Die Torte dann bis zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

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Den Fondant weich kneten und eine kleine Portion separieren. Den Rest mit Lebensmittelfarbe orange färben und gleichmäßig in der Größe des Kuchens ausrollen. Den Fondant mit Hilfe der Rolle auf den Kuchen legen und sorgfältig andrücken. Der Fondant sollte möglichst faltenfrei auf dem Kuchen liegen. Nun die kleine Portion Fondant grün färben und daraus den Stilansatz formen. Zum Schluss den Kürbis und den Stilansatz mit Lebensmittelfarbe bemalen.

Den Kuchen bis eine Stunde vor dem Verzehr im Kühlschrank lagern. Er sollte Zimmertemperatur haben, damit sich die Aromen voll entfalten können.

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Na, was sagt ihr zu diesem süßen Herbstgemüse? Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es euch genauso geht! Lasst eurer Kreativität freien Lauf und habt eine gute (Kuchen-) und eine schaurig schöne Halloween-Zeit!

Eure Tine